Wünschst Du Dir gesündere, inspirierendere, klarere und unterstützendere Beziehungen? Dann kümmere Dich um Dich.

Der Weg zu besseren Beziehungen beginnt damit, dass Du Deine Beziehung zu Dir selbst verstärkst. Je genährter Du für Dich bist, je mehr Du Deine Bedürfnisse und Grenzen anerkennst und danach handelst, desto mehr kannst Du in eine Beziehung treten und dort da sein für das, was sich aus dem WIR zeigen will. Solange Du jedoch mit unerfüllten Bedürfnissen und in Mangelzuständen in eine Begegnung gehst, wirst Du höchstwahrscheinlich die Beziehung durch Deinen Mangel prägen. Wenn die andere Person auch unerfüllte Bedürfnisse hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass Eure beiden Mangelzustände sich ineinander verhaken und es zu Machspielen, Verletzungen und Streit führt. Glaub mir, ich habe das selbst noch vor ein paar Jahren sehr intensiv erlebt.

Tricky daran ist, dass diese Prozesse meist unbewusst ablaufen und sehr subtil sein können. Wo forderst Du von Deinem Partner, Freundinnen, Kolleginnen, Chefinnen Wertschätzung? Ist das vielleicht Wertschätzung, die Du Dir selbst nicht gibst? Hast Du vielleicht oft das Bedürfnis, mit anderen schlecht über Dritte zu reden? Kann es sein, dass Du auch mit Dir selbst sehr kritisch bist? Was an anderen Menschen macht Dich wahnsinnig? Vielleicht ist das eine Spur zu etwas, was Du Dir selbst noch mehr geben könntest.

Wie Du schwingst – was Gefühle, Gedanken, Aussagen und Handlungen angeht – entscheidet darüber, wer sich von Dir angezogen fühlt – und wer nicht. Je mehr Du alte Emotionen, das was Du bisher unterdrückt oder ignoriert hast, verstoffwechselst – durch Selbstfürsorge, körperliche und geistige Praxis –, desto mehr kannst Du Dich in Deinem Potential und Deinem Licht mit anderen teilen. Wenn Du alten Mustern Aufmerksamkeit entgegenbringst, sie energetisch, körperlich und geistig beruhigst, entsteht neuer Raum.

Dann können andere Menschen sein, wie sie eben sind, ohne dass Doch das aus Deiner Mitte wirft. Wenn Dir jemand komisch kommt, weißt Du, dass die Person Dir vor allem von sich erzählt. Und wenn es häufiger vorkommt, dass es für Dich unangenehm mit der Person ist, kannst Du Deine Konsequenzen ziehen.

Sobald Du Dir selbst mehr Raum gibst in Deinem Leben und ehrlich mit Dir bist, weniger über Deine Grenzen gehst und mehr nach den natürlichen Rhythmen lebst, werden Deine Beziehungen sich verändern. Du brauchst weder überlegen, was Du an Dir verändern möchtest, noch genau zu wissen, wie für Dich schönere, klarere Beziehungen aussähen.

Wenn Du bestimmte Beziehungen gerade anstrengend findest oder sie nicht ganz Deinen Wünschen entsprechen, wäre mein erster Rat: Nimm Dir mehr Zeit für Dich. Also Zeit, um nährende Mahlzeiten zuzubereiten, mittags ordentlich zu essen, Dich morgens ein wenig zu bewegen, einmal am Tag in die Stille zu gehen um zu verarbeiten und sacken zu lassen, was passiert ist, sowie eher leicht und früh zu Abend zu essen um dann vor 22 Uhr im Bett zu liegen. That’s it. Kein strenger Plan, keine Nahrungsmittel-Listen, kein Beziehungscoach, sondern erstmal einfach nur mehr Zeit und Fürsorge für Dich.

Beziehungen sind fließend wie Wasser und wenn Du Dich änderst, wird sich auch etwas in Deinen Beziehungen ändern. Was könnte in Deinen Beziehungen geschehen, wenn Du nur ein wenig gelassener, genährter, ausgeruhter und noch mehr „bei Dir“ wärest? Ich lade Dich ein, es auszuprobieren.

Wenn höhere Vibes in Deinen Beziehungs-Fluss kommen, werden vielleicht einige Menschen zunehmend oder auch ganz aus Deinem Leben herausfließen. Andere können dafür hineinfließen. Wasser reinigt und ist lebendig.

Ich lade Dich zu einem Experiment ein: Formuliere genau, wen Du Dir in Deinem Leben wünschst. Was würdest Du gern mit diesen Menschen machen, welche Erfahrungen möchtest Du mit ihnen teilen, worüber möchtest Du mit ihnen sprechen? Wobei können sie Dir helfen? Womit kannst Du einen Beitrag für sie leisten, mit welchen Qualitäten kannst Du für sie da sein? Schreibe das genau auf und schau es Dir eine Woche lang täglich an. Gleichzeitig beginne, Deine Selbstfürsorge zu verstärken. In ganz kleinen Schritten. Vielleicht bringst Du eine zusätzliche Praxis in Deinen Tag, wie eine kleine Meditation oder einen Spaziergang ohne Telefon, eine kalte Dusche am Morgen oder eine Selbstmassage. Und dann sei gespannt, wer in Deinem Leben auftaucht oder wie sich Deine bestehenden Beziehungen verändern.

Wenn ich für eine Botschaft einstehe, dann ist es die, dass Selbstfürsorge ist nicht egoistisch ist. Dich gut um Dich zu kümmern ist gerade in dieser herausfordernden und besonderen Zeit wahrscheinlich eine der wichtigsten und besten Dinge, die DU für die Welt tun kannst. Wir als Menschheit brauchen wache Menschen, die ganz bei sich sind, nicht aus Angst, sondern aus Liebe handeln und die bereit sind, zu wachsen. Schaffe Dir bitte gute Bedingungen zum Wachsen. Damit trägst Du bei, dass wir als Menschheit wachsen können.

Bitte achte gut auf Dich, verbinde Dich mit der Erde, verbringe Zeit in der Natur. Gerade, wenn andere Menschen in Dir Emotionen auslösen. Sorge gut für Dich.